Meinen Blogtext hier habe ich natürlich mit KI auf Rechtschreibfehler durchscannen lassen. Auch das Cover für meinen Song – diese schöne Zeichnung – wurde so erstellt. Ich musste zwar mehrmals selbst Hand anlegen, Dinge wegretuschieren und nachbearbeiten, aber ohne die Hilfe der KI wäre das Cover niemals so gut geworden. Habe ich deshalb jemandem den Job weggenommen? Nein! Denn einen professionellen Designer hätte ich mir schlichtweg nie leisten können.
Wenn man mal die Augen aufmacht, sieht man die pure KI Doppelmoral. Die großen Plattenlabels und Streamingdienste tun oft so, als wäre KI-Musik das absolut Böse, das den „echten“ Markt bedroht. Aber hinter den Kulissen machen sie seit Jahrzehnten genau dasselbe.
Das große Versteckspiel der Major-Labels
Seit 1997 Cher mit ihrem Song „Believe“ Auto-Tune weltweit berühmt gemacht hat, wird die menschliche Stimme in den großen Studios digital glattgebügelt.
Heute nutzen die Profi-Produzenten in ihren Multimillionen-Dollar-Studios Tools, die so vollgestopft mit KI-Algorithmen sind, dass vom ursprünglichen, rohen Gesang der Popstars oft kaum noch was übrig bleibt.
Da werden Tonhöhen vollautomatisch korrigiert, Atemgeräusche per KI herausgerechnet und Drum-Samples mathematisch perfekt auf den Takt gezogen, damit ja kein einziger menschlicher „Makel“ mehr zu hören ist.
Das ist im Grunde exakt das Gleiche: Es ist ein Hybrid aus Mensch und Maschine. Der einzige Unterschied ist: Bei den großen Popstars wird es als „moderne Produktion“ gefeiert und verheimlicht, während man bei Solokünstlern, die Tools zur Unterstützung nutzen, plötzlich mit dem moralischen Zeigefinger wedelt.
Warum das Labeln der Streamingdienste - eigentlich - unfair ist
Die Scanner der Streamingdienste filtern und sortieren alles aus, was nach reiner, billiger Massenware vom Fließband riecht. Aber sie messen mit zweierlei Maß. Ein glattgebügelter, zu 90 % am Computer berechneter Radio-Pop-Song wird als „100 % menschliche Kunst“ durchgewunken, weil er aus einem großen Studio kommt.
Die Musikindustrie nutzt im Hintergrund mehr künstliche Intelligenz und Berechnungen, als der normale Hörer sich überhaupt vorstellen kann.
DaVinci Resolve: Profi-Features auf Knopfdruck
DaVinci Resolve, mein seit Jahren bestes Videoschnittprogramm, steckt mittlerweile ebenfalls voller KI. Das automatische Unkenntlichmachen von Kennzeichen oder Gesichtern funktioniert dort schon länger auf Knopfdruck. Aber mit dem neuesten Update ist das Programm genau da angekommen, wonach ich seit Jahren gesucht habe! Früher musste man für solche Funktionen richtig teures Geld bezahlen, jetzt kann mein Videoschnittprogramm das einfach so.
Auch das Erstellen von Untertiteln läuft dort seit Jahren per Mausklick. Natürlich muss man hier und da noch mal nachbessern, weil ein Wort nicht ganz stimmt, aber hey: Es ist immer noch tausendmal besser, als einen 90-minütigen Film mühsam per Hand zu untertiteln, oder?
Warum ich kein Radio mehr brauche
Ihr könnt von mir aus weiterhin sagen, dass KI-Musik scheiße ist. Klar, das ist euer gutes Recht. Aber mir macht es verdammt noch mal Spaß! Und ganz ehrlich: Ich höre sowieso kein Radio mehr. Gefühlt läuft dort stundenlang nur ein einziges Lied in Dauerschleife. Alles klingt gleich. Mal jault ein Männchen, mal ein Weibchen, aber am Ende ist das alles dasselbe glatte Gerotze.
Wenn ich heute mit dem E-Bike unterwegs bin, höre ich meine eigene Musik – und das ist einfach nur geil! Es macht richtig Laune. Im Auto habe ich schon seit Jahren kein Radio mehr eingeschaltet, weil es mich nur noch genervt hat. Aber jetzt heißt es: Volle Pulle mit Jo Tarak
Für mich ist es eine Bereicherung




Kommentare ()