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Was tun gegen Angst vor der Geburt? - Hebammenwissen, das wirklich hilft

Angst vor der Geburt ist normal – du bist nicht allein

Viele werdende Eltern haben Angst vor der Geburt. Manche sprechen offen darüber, andere tragen diese Sorgen still mit sich herum. Die Angst kann viele Gesichter haben: Angst vor Schmerzen, vor Kontrollverlust, vor medizinischen Eingriffen oder davor, allein gelassen zu werden.

Als Hebammen erleben wir täglich: Angst ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Signal, dass dein Körper und deine Psyche sich auf eine große Veränderung vorbereiten.

 

Warum Angst die Geburt beeinflussen kann

Angst führt im Körper häufig zu Anspannung. Diese Anspannung kann wiederum Schmerzen verstärken – ein Zusammenhang, den Hebammen seit Jahrzehnten beobachten. Wenn sich eine Frau sicher, verstanden und gut vorbereitet fühlt, verläuft die Geburt oft ruhiger und selbstbestimmter.

Die gute Nachricht: Angst lässt sich beeinflussen.


Mehr Infos hierzu auch unter Angst-Anspannung-Schmerz Kreislauf in unserem Geburtsvorbereitungskurs oder unserem E-Book.

 

5 Dinge, die dir konkret bei Geburtsangst helfen können

1. Wissen statt Horrorgeschichten

Viele Ängste entstehen durch ungefilterte Erzählungen oder Social Media. Seriöses, praxisnahes Wissen hilft, ein realistisches Bild von Geburt zu entwickeln – ohne Verharmlosung, aber auch ohne Panikmache.

2. Entspannung bewusst üben

Entspannung ist nichts, was „einfach da ist“. Atemübungen, sanfte Körperbewegungen oder Visualisierungen helfen deinem Nervensystem, in stressigen Situationen ruhig zu bleiben. Wichtig ist: regelmäßig üben, nicht erst unter der Geburt.

3. Eigene Ängste benennen

Schreibe auf, was dir konkret Angst macht. Nicht „die Geburt“, sondern:

– Angst vor Alleinsein

– Angst vor Schmerzen

– Angst vor medizinischen Entscheidungen

Wenn Ängste benannt sind, können Lösungen gefunden werden.

4. Die Begleitperson vorbereiten

Eine gut vorbereitete Begleitperson ist einer der wichtigsten Schutzfaktoren gegen Angst. Sie schafft Sicherheit, erinnert an Atmung und hilft, den Fokus zu behalten.


Tipp: Zur Vorbereitung für die Begleitperson sind auch die Infos in unserem E-Book wunderbar geeignet. Es gibt dort ebenfalls extra Input für die Begleitperson.


5. Vertraue deinem Körper

Geburt ist keine Krankheit. Dein Körper ist grundsätzlich dafür gemacht. Vertrauen wächst durch Vorbereitung, nicht durch Perfektion.

 

Wenn du merkst, dass die Angst sehr groß ist

Manche Ängste sitzen tiefer. In diesem Fall kann es hilfreich sein, frühzeitig mit einer Hebamme oder einer anderen Fachperson zu sprechen. Hilfe anzunehmen ist ein Zeichen von Verantwortung – nicht von Versagen.

 

Weiterführende Unterstützung

In unserem Ebook-Hebammen-Ratgeber „Gut vorbereitet ins Elternsein“ findest du:

  • konkrete Entspannungsübungen
  • Strategien gegen Angst-Anspannungs-Schmerz-Kreisläufe
  • Tipps für Begleitpersonen