Zwischen Beton und Sirenen
Wir leben im Kreis, wo die Zäune höher wachsen
Wo sie Wege versprechen, doch nur Grenzen verfassen
Grauer Himmel über Blocks, jeder Blick wirkt müde
Frag’n warum wir abstürzen, doch sie drücken uns nach unten wie Gewichte
Tag für Tag zwischen Gesichtern ohne Seele
Zwischen Warnschildern überall, als wär’n wir nur Probleme
Zwischen Leuten voller Hass, die im Schatten marschieren
Und Uniformen schauen weg, statt die Lage zu kapieren
Zwischen Nicken ohne Denken, alle reden nur nach
Kalte Herzen in der Brust, doch sie reden von Moral
Richter geben zweite Chancen an die falschen Gestalten
Während Namen von den Opfern langsam im Beton erkalten
Sag, was bleibt von diesem Land außer Lärm und Theater?
Außer Menschen voller Wut mit vergiftetem Charakter?
Sie reden stolz von Heimat, doch wirken innerlich leer
Vielleicht bleiben sie nur hier, weil sie sonst gar nichts mehr wär’n
Ich halt Abstand zu den Leuten, die nur Druck auf mich legen
Zu den Stimmen voller Neid, die auf Schwächere treten
Immer dieselben an der Spitze, satt vom goldenen Teller
Während unten jeder kämpft und die Schatten werden heller
Hol mich raus aus diesem Fiebertraum
Alle rennen blind herum und sehen den Ausweg kaum
Man erzählt uns jeden Tag: „Hier bist du frei“
Doch die Ketten sind nur unsichtbar — und keiner schreit
Hol mich raus aus diesem Fiebertraum
Zwischen Rauch und Neonlicht verliert man Überblick und Raum
Vielleicht sind wir erst stark, wenn wir selber versteh’n