München 1972 - Die Spiele, das Attentat und das Vermächtnis der XX. Olympiade
München 1972 sollte als "heitere Spiele" in die Geschichte eingehen – ein weltoffenes Fest des Friedens als Gegenentwurf zur deutschen Vergangenheit. Doch am 5. September 1972 wurde dieser Traum brutal zerstört. Das Attentat palästinensischer Terroristen auf die israelische Mannschaft und der katastrophal missglückte Befreiungsversuch in Fürstenfeldbruck erschütterten die Welt.
In dieser historisch-analytischen Darstellung zeichnet Jan Stutz das zweigeteilte Erbe dieser Olympiade nach:
- Die Vision einer modernen, demokratischen Selbstdarstellung der Bundesrepublik
- Der dramatische Verlauf der Geiselnahme und das strukturelle Versagen der Sicherheitsbehörden
- Die traumatische Zäsur für die deutsch-israelischen Beziehungen
- Die tiefgreifenden Folgen: von der Gründung der GSG 9 bis zur Entwicklung einer bewussten Erinnerungskultur
Basierend auf den Ergebnissen der deutsch-israelischen Historikerkommission und zahlreichen Dokumenten bietet dieses Buch eine tiefgründige Analyse eines Ereignisses, das die Welt des Sports und die Politik nachhaltig verändert hat.