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Gespräche mit maximaler Kooperation

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Wenn wir miteinander kommunizieren, vertrauen wir darauf, dass das Gespräch in gewissen, scheinbar vorbestimmten Bahnen verläuft. Dabei haben wir uns auf eine Vielzahl von Konventionen geeinigt, die unsere Kommunikation erfolgreich machen. Diese oft unbewussten Regeln wurden 1968 von dem britischen Philosophen und Sprachwissenschaftler Herbert Paul Grice (1913–1988) in seiner Theorie der Konversationellen Implikatur systematisch erfasst. Seine Arbeit erklärt, wie in Gesprächen eine Bedeutung verstanden werden kann, die über das tatsächlich Gesagte hinausgeht – und warum wir trotzdem oft genau das verstehen, was unser Gegenüber meint, und nicht nur das, was es sagt. Grice geht davon aus, dass Menschen in Gesprächen grundlegend kooperativ handeln – das heißt, sie streben danach, dass die Kommunikation für alle Beteiligten sinnvoll und zielführend ist. Diese Annahme nennt er das Kooperationsprinzip (Cooperative Principle):

„Mache deinen Gesprächspartner-Beitrag so, wie es die von beiden akzeptierte Zweckrichtung des Gesprächs erfordert.“
Grice 1967/1989, S. 26

Aus diesem Prinzip leitet Grice vier Maximen ab, die als Richtlinien für eine erfolgreiche Kommunikation dienen. Sie sind keine strikten Regeln, sondern Erwartungen, die wir an unsere Gesprächspartner:innen haben – und die wir selbst (meist unbewusst) befolgen.

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