Contergan - Geschichte eines Arzneimittelskatastrophen-Skandals und die Geburtsstunde der modernen Arzneimittelsicherheit
Zwischen 1957 und 1961 galt Contergan als das Wunder-Schlafmittel schlechthin – rezeptfrei, angeblich völlig ungiftig und besonders für Schwangere empfohlen.
Doch hinter der vermeintlichen Harmlosigkeit verbarg sich eine humanitäre Katastrophe: Weltweit kamen schätzungsweise 10.000 bis 20.000 Kinder mit schweren Fehlbildungen zur Welt. Dieses umfassende Sachbuch zeichnet die dramatische Chronik des Skandals nach: von der Laborbank bei Chemie Grünenthal in Stolberg über den mutigen Kampf einzelner Ärzte wie Widukind Lenz gegen das Verschweigen, die couragierte US-Prüferin Frances Kelsey, den historischen Aachener Prozess bis hin zur heutigen Renaissance des Wirkstoffs in der Krebstherapie.
Ein aufrüttelndes Dokument über Systemversagen, unternehmerische Verantwortung und den unermüdlichen Kampf von Betroffenen für Gerechtigkeit.