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Revolution der Demokratie - Eine Realutopie

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Die moderne Demokratie steckt in einer strukturellen Krise.


Wahlen finden statt, Parlamente tagen – und doch wächst das Gefühl politischer Ohnmacht. Parteien bündeln Macht, Sachfragen werden ideologisiert, langfristige Gemeinwohlorientierung bleibt institutionell unterversorgt.

In Revolution der Demokratie entwickelt Johannes Heinrichs einen grundlegend neuen Demokratieentwurf, der diese Defizite nicht moralisch beklagt, sondern strukturell erklärt und praktisch beantwortet. Ausgangspunkt ist seine Reflexions-Systemtheorie, nach der gesellschaftliche Ordnung aus gestuften Formen kollektiver Selbstreflexion entsteht – nicht primär aus Macht, Interessen oder Mehrheiten.


Auf dieser Grundlage entwirft Heinrichs eine wertgestufte Viergliederung der Demokratie. An die Stelle eines allzuständigen, parteipolitisch dominierten Parlaments tritt ein System von vier funktional spezialisierten Parlamenten:

  • ein Wirtschaftsparlament
  • ein Politikparlament
  • ein Kulturparlament
  • ein Grundwerteparlament


Diese Parlamente sind jeweils eigenständig legitimiert, sachlich klar abgegrenzt und durch Vorrang- und Rückkopplungsregeln miteinander verbunden. Dadurch werden Machtkonzentrationen begrenzt, Fachkompetenz gestärkt und politische Kommunikation entideologisiert. Demokratie erscheint hier nicht als bloßer Mehrheitsmechanismus, sondern als institutionalisierte Selbstregierung eines reflektierten Gemeinwesens.


Der Entwurf verbindet repräsentative und direkte Demokratie, ohne beide zu idealisieren. Er nimmt ernst, dass komplexe Gesellschaften sowohl Beteiligung als auch Delegation benötigen – aber in einer Form, die Verantwortung, Transparenz und langfristige Orientierung ermöglicht. Demokratie wird so als evolvierbare Ordnung verstanden, nicht als abgeschlossene Staatsform.


Johannes Heinrichs bezeichnet diesen Ansatz bewusst als Realutopie: als einen Entwurf, der radikal genug ist, um die strukturellen Fehlentwicklungen heutiger Parteiendemokratien zu korrigieren, und zugleich realistisch genug, um rechtlich und institutionell umgesetzt zu werden. Das Buch verbindet politische Philosophie, Sozialtheorie und Verfassungsdenken zu einem kohärenten Ganzen.


Revolution der Demokratie richtet sich an Leserinnen und Leser, die Demokratie nicht nur kritisieren, sondern weiterdenken wollen – systematisch, nüchtern und ohne ideologische Vorentscheidungen.

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