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Eschede 1998 – Sechs Kilometer, ein Riss, sechs Sekunden

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Am 3. Juni 1998 erschütterte die schwerste Katastrophe der deutschen Eisenbahngeschichte die Bundesrepublik. Was als gewöhnliche Fahrt des ICE 884 „Wilhelm Conrad Röntgen“ von München nach Hamburg begann, endete in einer Tragödie von unvorstellbarem Ausmaß. Ein gebrochener Radreifen führte bei Tempo 200 zur Entgleisung und zum Einsturz einer Brücke – 101 Menschen verloren ihr Leben.


Dieses Buch rekonstruiert minutiös, wie aus einer kleinen Materialermüdung eine Katastrophe werden konnte. Der Autor Jan Stutz beleuchtet dabei nicht nur den Unfallhergang selbst, sondern analysiert:


  • Die Technik: Wie das neuartige „Bochum 84“-Rad konstruiert war und warum Warnsignale ignoriert wurden.


  • Das System: Welche organisatorischen Versäumnisse und Prüflücken den Weg in den Abgrund ebneten.


  • Die Folgen: Wie das Unglück das Sicherheitsverständnis der Deutschen Bahn und die gesamte Schieneninfrastruktur nachhaltig veränderte.


Basierend auf technischen Analysen, Prozessakten und einer fundierten Aufarbeitung des Zeitgeschehens ist dieses Buch eine Mahnung und ein wichtiges Zeitdokument. Es macht deutlich, dass Sicherheit in komplexen technischen Systemen kein statischer Zustand ist, sondern eine fortwährende Verantwortung gegenüber jedem einzelnen Fahrgast.

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