Breivik - Minute für Minute
Am 22. Juli 2011 erschütterte ein beispielloser rechtsextremer Terroranschlag Norwegen. 77 Menschen verloren ihr Leben – acht im Regierungsviertel von Oslo, 69 beim Sommerlager auf der Insel Utøya. Doch wie reagiert eine gefestigte Demokratie auf eine solche Zäsur?
In dieser historisch-analytischen Darstellung rekonstruiert Jan Stutz nicht die Tat selbst, sondern die tiefgreifenden gesellschaftlichen, rechtlichen und politischen Folgen.
Das Buch beleuchtet:
* Die gesellschaftliche Resilienz und das norwegische Selbstbild der Offenheit.
* Die gerichtliche Aufarbeitung und die kontroverse Debatte um die Zurechnungsfähigkeit des Täters.
* Die strukturellen Schwächen des Polizeieinsatzes (Gjørv-Bericht) und die resultierenden Reformen.
* Die Entwicklung einer bewussten Erinnerungskultur, die den Opfern statt dem Täter Raum gibt.
* Die Rolle des Täters als Referenzfigur im globalen Rechtsterrorismus und Lehren für die Prävention.
Basierend auf Gerichtsdokumenten, Untersuchungsberichten und wissenschaftlicher Fachliteratur ist dieses Werk eine essenzielle Analyse darüber, wie eine Gesellschaft mit einem Trauma umgeht, ohne ihre demokratischen Werte preiszugeben.