Mitakuye Oyasin - Voicetronix
Es gibt nichts Vergleichbares
Keine Pop-Version, keine Fusion, keine Weltmusik mit Beats darunter.
Reine traditionelle Lakota-Gesänge, so wie sie seit Jahrhunderten existieren.
Keine Anpassung an westliche Ohren.
Es ist keine Aufführung, sondern eine Teilnahme
Man hört nicht einfach zu.
Man sitzt im Kreis, atmet mit, spürt die Pausen.
Die Stille zwischen den Tönen ist genauso wichtig wie die Töne selbst.
Das Album verlangt Aufmerksamkeit, kein Hintergrundgeräusch.
Es dokumentiert etwas Bedrohtes
Viele dieser Gesänge werden nur noch von wenigen Ältesten getragen.
Jede Aufnahme ist ein Dokument, eine Speicherung von Wissen, das sonst verloren geht.
Das Album ist Archiv und Gedenkstätte zugleich.
Es verändert den Hörer
Nicht durch Botschaften oder Texte, die man verstehen muss.
Sondern durch die reine Anwesenheit der Stimmen, den Rhythmus der Trommeln, die Zeitlosigkeit.
Man kommt aus dem Hören anders heraus, als man reinging.
Es hat keinen kommerziellen Zweck
Kein Hit, kein Clip, keine Tour.
Das Album existiert, weil es existieren muss.
Nicht um verkauft zu werden, sondern um gehört zu werden.
Das macht es ehrlich in einer Zeit der Berechnung.
Es verbindet
Die Wiederholung von "Mitakuye oyasin" - wir sind alle verwandt - ist nicht bloßer Text.
Sie wird durch die Struktur des Albums selbst erfahrbar.
Man spürt die Verbindung zwischen den Stücken, den Themen, den Stimmen.
Es ist unbequem
Lange Stücke, keine Erklärungen, keine Haken.
Man muss sich Zeit nehmen, geduldig werden, loslassen.
Das Album trainiert eine andere Art des Hörens, die im Alltag selten geworden ist.