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Pia Yliane

Seit 2007 reise ich nach Japan, inzwischen jedes Jahr, und ich habe Japanologie studiert. Das heißt: Ich lese die Schilder, ich frage im Zweifel direkt beim Betrieb nach, und ich weiß, was sich seit dem letzten Reiseführer geändert hat.

Angefangen hat es wie bei vielen mit Tokyo und Kyoto. Am liebsten bin ich heute dort, wo kaum jemand hinfährt: an der Küste von Kyushu, in kleinen Onsen-Orten, in Vierteln, die in keinem Reiseführer stehen. Genau diese Orte stehen in meinen Heften neben den großen Namen, die ohnehin jeder kennt.

Was mich daran reizt, ist der Moment, in dem jemand aus Japan zurückkommt und sagt, dass genau der Ort, den er fast gestrichen hätte, der schönste war. Deshalb steht zu jedem Eintrag dabei, warum er drin ist.