Das Mysterium von Golgatha

by Posthumus Projects

Als der Meister von Nazareth den von ihm in seinen höchsten Stunden stets gesuchten Tod endlich am römischen Kreuzesgalgen erlitt, vollbrachte er ganz unvergleichbar Größeres, als was so mancher vor und nach ihm tat, der das Leben dieser Erde seiner Überzeugung opferte. — 
Der einst auf Golgatha am Kreuze starb, war an jener Stätte der einzige, der mit aller Klarheit wußte, was geschah, und nur er allein war auch imstande, durch diesen Liebestod die Riegel aufzusprengen, die das Tor zur Freiheit für den Geistesmenschen schlössen, seit er, im Tiere dieser Erde, dieses Tieres Trieb und Neigung so erlegen war, daß die Er-lösung von des Tieres Schicksal kaum mehr möglich schien. — 
Nur ein „Wissender” konnte erkennen, daß es höchster Liebestat eines Menschen möglich sei, eine geistige Kraft im Bereiche menschlicher Macht aufs neue zu erwecken, — so zu erwecken, daß sie allen ergreifbar werde, um die sich das Schlinggewächs tierhafter Lebensinstinkte bedrohend festgerankt zeigte, — daß nur einer, der das Tier mit seinem Geistigen zu einem neuen Sein verschmolzen hatte, die Gasse bahnen konnte, denen, die ihm folgen wollten. — 
Freilich: — dieser „Wissende” mußte zugleich in unerhörtem Maße ein Liebender sein, um die erschaute Tat vollbringe n zu können, denn gar viele vor ihm hatten das gleiche Wissen und vermochten es doch nicht, den Schauder vor der Tat zu bezwingen, obwohl auch sie gewiß nicht ohne Liebe waren. — — 
So wurde durch Jesus von Nazareth der Weg zum Geiste für alle erschlossen, die in sich selbst zum Leben bringen wollen, was sein Leben war. —
Der Gott im Tiere hatte in ihm das Tier sich geeint in jenem neuen Sein, das er den „Menschensohn” zu nennen pflegte, der „Sohn”, den der Geistmensch im Tiere zeugt, wenn er das Tier, durch das er gefesselt war, überwunden hat, indem er ihm seine Kraft und Schönheit offenbarte. — 
In jedem der „Leuchtenden des Urlichts” begibt sich das gleiche, aber keiner fand in sich das Übermaß der Liebe, das ihn dazu geleitet hätte, nun auch die Tat zu tun, durch die der Meister von Nazareth eine Kraft zu neuem Leben weckte, um deren Erlangung sich von alters her die Weisesten allein ihr Leben lang mühten, ohne sie andern in gleicher Weise nutzbar machen zu können. — 
Nicht der Tod als solcher führt die Erneuerung jener Kraft in der geistigen Aura der Erde herbei und nicht durch die Marter, die dem Tode des Meisters vorausging, wurde sie bewirkt.
Die Kraft der Liebe allein vermochte das Wunder zu vollbringen! — — — 
Daß er, der da Marter und Tod erlitt, der Menschheit „vergeben” konnte, vergeben bis zum letzten Todesröcheln, das allein war seine wirksame „Erlösungstat”, denn nach geistigem Gesetz wurde hier der Geistmensch, wo immer er auf der Erde lebt und, durch das Tier bezwungen, in Schuldverstrickung gelangt, von seiner Abhängigkeit ge1öst durch die Liebe, — sofern er nur die Hand ergreifen mag, die sich ihm zur Hilfe bietet, sofern er das, was des Leuchtenden „Fleisch und Blut” geworden war, in sich aufnehmen wird, um das Tier in sich dem Geiste zu einen… 
Nur einer, dem „der Vater alles übergeben” hatte, konnte solche „Vergebung” bringen, die alle Menschheit umfaßt! 
Tiefe Wahrheit birgt sich im Gewand der Mythe, wenn alte Überlieferung den Meister nach seinem Kreuztode „hinabsteigen” läßt zu den Seelen der Gerechten der Vorzeit, denn die Folge seiner Tat ist an keine Zeit geknüpft, wird fühlbar den längst Entrückten, wie denen, die erst nach Jahrtausenden geboren werden. —


 

Contents in Deutsh
Einführung
Das Mysterium von Golgatha. 
Der furchtbarste unserer Feinde.
Liebe und Haß. 
Seelisches Wachstum. 
Geistige Führung. 
Okkultistische Übungen. 
Mediumismus und künstlerisches Schaffen.
An der Quelle des Lebens. 
Unmöglichkeit einer „Aufnahme” in die „weiße Loge”. 
Törichte Erfindungen.

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